Portraits

Portraits plastisch in Ton modelliert

Gute Portraits sollen über das Biographische hinaus auch neue Aspekte des Bildnerischen und Formalen darstellen.

Dabei fasziniert der Austausch mit Persönlichkeiten, die Beobachtung , das Verstehen und die Durchdringung einer individuellen Physiognomie und ihre Umsetzung in eine plastische Sphäre.

Portraits werden grundsätzlich nach der Natur gefertigt, das heisst, die oder der Dargestellte sitzt während des Entstehungsprozesses Modell.

Ein Kennenlernen im Vorfeld der Portaitarbeit ist nützlich, um Persönliches und Biographisches über die Person zu erfahren. Diese Beobachtungen mögen bewusst oder unbewusst in die bildnerische Arbeit einfliessen, sie tragen dazu bei, das Individuum als Ganzes zu erfahren.

Der Modellierprozess kann von einem bis zu mehreren Tagen dauern. Dies ist von der Arbeitsdynamik abhängig und vom Zeitpunkt, an dem das Portrait bildnerisch und formal  als gelungen erachtet wird.

Gültige Portraitskizzen können auch schon in 2-3 Sitzungsstunden entstehen. Letztlich ist auch entscheidend welches Format man wählt, ob man nur ein Kopfportrait oder aber eine Büste mit Schulter, Brust etc.herstellen möchte.

Wichtig ist, dass das Portrait am Ende mehr als nur ein Abbild ist. Es soll etwas vom Inneren, den Wesensmerkmalen eines Menschen sichtbar machen. Auch sollen die Arbeitsspuren und der Duktus der Arbeit ablesbar bleiben. Dies gibt der Portraitplastik Authentizität und bildnerischen Ausdruck.

Portrait

  • Arbeitsmaterial:  Ton
  • Arbeitsort: Atelier oder im Wohnort des Modells
  • Arbeitszeit: Blöcke von etwa drei Stunden, Pausen alle 30 – 45 Minuten
    1 – 7 Tage – optional bis zu 4 Sitzungstage
  • Formate:  Grösse möglichst nicht über Lebensgrösse
  • Konservierungsmethoden:
    Gipsguss, Steinguss, Bronzeguss oder in Naturstein/Marmor